Mona Moore NEW COLLECTION

Cuba libre á la Shambala

Man nehme eine Brise lauer Sommernacht, aromatisiere sie mit 1/4 Red Hot Chili Peper und schmecke mit einer Handvoll Metallica-Staff ab. Das Ganze mit einer beliebigen Menge Hochprozentigem aufgießen … delicious!

Man(n) sieht GELB!

Ganz offensichtlich animiert ein signalgelbes Auto Straßenmitbenützer dazu, auf Tuchfühlung zu gehen. Die Herren der Schöpfung scheinen vom quietschgelb der Lupolina dermaßen angezogen zu sein, dass sie einem nicht nur bei roter Ampel ins Heck donnern und beim Einparken die Stoßstange mitnehmen, nein, neuerdings werfen sie auch Gerüststangen auf das parkende Postkasterl. Der Sinn der Übung bleibt wohl ein Mysterium, die zerdepperte Windschutzscheibe und verdellte Motorhaube allerdings eine Tatsache. Dass man zwei Tage zuvor das Vierrad in einer Ganztagsaktion eigenhändig und nanotechnologisch hochglanzpoliert hat, sei nur am Rande erwähnt.

Orange darf sich nun über fette Einnahmen aus stundenlangen Wer-wird-den-Schaden-bezahlen-Telefonaten freuen und man selbst zu guter Letzt auch, denn nach einer filmreifen “Sie hören von meinem Anwalt” - Ansage rückten die Gerüstbauer dann von selbst mit der Versicherungspolizze heraus. Bleibt die Frage, was man in diesem Fall ohne an den Tag gelegte Hartnäckigkeit und vor allem auch entgegenkommende VW-Werkstätte getan hätte?! Wohl den Scherben aufgehabt - im wahrsten Sinne des Wortes.

Insomnia

Träume sind wunderbar, an lauen Sommernächten überhaupt und wenn sie dann auch noch am Wiener Burgtheater nach dem Skript eines Herrn Shakespeare stattfinden, kaum zu übertreffen. Und so genoss man gestern Abend sprachliche Hochkultur in Form eines Sommernachtstraums und ließ sich nicht zuletzt aufgrund der großartigen Performance eines Udo Samels in den Wald des Oberon verführen.

Dort wurde mit verklärtem Liebesauge durch die Nacht dem oder der Liebsten hinterhergestolpert, sich der eigenen Würde entledigt und vor allem ganz viel Theater gemacht. Eine große Show mit ebensolchen Effekten und vor allem dem Spiegel, den gerade der Herr aus England so perfekt vorzuhalten weiß:

“Die Liebe sieht nicht, sondern träumt und sinnt,
Drum malt man den geflügelten Amor blind.
Auch hat ihr Traum von Urteil keine Spur:
Flügel und blind! So hastet Liebe nur,
Die Liebe, die man oft ein Kind drum nennt,
Weil ihre Wahl sich kindisch oft verrennt.”

Situationsbericht

Nachdem man gestern in hochsommerlicher Vorfreude mit offenem Schiebedach und Naßhaar bei mäßiger Außentemperatur durch die Stadt düste, sitzt man heute im Beduinenlook mit Wollschal um den Kopf am Arbeitsplatz. Die Stirn ist verschnupft und schickt eindeutige Botschaften durch das Näschen - oh weh, das kann ja heiter werden. Nundenn, man sollte es sich in fortgeschrittenem Alter eben nicht mit dem eigenen Körper verscherzen. Das Schiebedach bleibt bis auf Weiters zu und der Kopf wo(h)llig verhüllt.

Doch wollte man jetzt eigentlich gar nicht über die körperlichen Unzulänglichkeiten eines 30+++ Wesens lamentieren, sondern nochmals auf das unterhaltsame Büchlein von Elisabeth Raether hinweisen. In Neue deutsche Mädchen geht es nämlich nicht nur um Männer(geschichten) und die große Liebe, nein, nein, da wird auch ein ganz gelunges Abbild der heutigen Arbeitswelt erstellt und eine Lobeshymne auf die “neuen Väter” gesungen. Durchaus verdient, doch lassen wir die Herren der Schöpfung mal nicht zuviel der Lorbeeren ernten, schließlich feit auch vorbildlichstes Vätertum nich vor pubertären Sturm-und-Drang-Aktionen. Stoff für eine Fortsetzung gibt das allemal.




Wir wollen mitbestimmen und rufen für die Wiener Wahl 2010 Grüne Vorwahlen aus.