Monthly Archive for Februar, 2007

Im Tröpferlbad

Wir machen jetzt ein bissi auf Wellness haben S. und ich kürzlich beschlossen. Also ging es kurz nach Beschlussfassung auch schon Richtung Wellnessoasa. So die Internetbeschreibung des von uns ins Auge gefassten Erholungsrefugiums. Heilquelle mit allem Pipapo und noch vielem mehr.

Nach einer Stunde Kolonnenverkehr durch die Stadt sind wir am Ziel unserer erholungstechnischen Träume und mitten in den 80iger Jahren angelangt. Klobiger Betonbau, es überwiegen Brauntöne und - es stinkt. Eine Tatsache, die jetzt nicht unbedingt dem Retrostyle anhaftet, aber uns künftig einen großen Bogen um Schwefelthermen machen lassen wird. Nase zu und durch heißt fürs erste die Devise.

Endlose Gangschluchten mit noch endloseren Kabinenreihen und scheinbar nie enden wollenden Wegweisern, die uns im Kreis führen. Hilfe! Nachdem die Orientierung nicht zuletzt aufgrund der olfaktorischen Sinnestrübung vollends verloren ist, finden wir unsere Kästchen - endlich. Rein ins Schwimmkostüm und auf zum Badevergnügen! Abermals verloren in endlosen Gängen und Stiegenhäusern landen wir dann doch irgendwann in der Schwimmhalle.

Im Becken 1 findet Aqua-Aerobic statt, im Becken 2 eine Art Faschingsfest. Beliebteste Verkleidung ist der aufgeklebte Schnauzbart, die Vokuhila-Perücke und das Schwimmhoserl im Tigerlook. Voll im Trend auch Abzieh-Tattoos aus dem Süßigkeitsautomaten. Sehr stylish auch der Badegast mit geschätzen 10 Kilo Silberschmuck am Körper - schwere Panzergliederketten - versteht sich. Wir staunen!

Ein Schimanski Imitator hat sich uns an die Fersen geheftet, entflammt dann aber doch für eine vollbusige Endfünfzigerin in Wasserstoffblond. Man kennt sich - oder auch nicht. Bussi hier, Bussi da und noch ein bissi dort. Ihr Arm zuckt rhythmisch unter Wasser. Schimanski schaut beglückt. Na servas!

Im Außenbecken herrscht großer Andrang an den Unterwasserdüsen. Es wird in Schlange geschwommen, eingereiht, vorwärts gedrängt und abermals findet man(n) an uns Gefallen. Doch der Massagestrahl trifft ungünstig. Das Unterwasserzelt bricht ein und wir vor lachen fast zusammen. Da geht noch was!

In der Kneipp-Anlage wird im Strochenschritt Wasser getreten. Die Füße sind schon blau, es klappert das Gebiss. Verfrühtes Austreten aus der Tretgruppe geht aber nicht, weil bitte, wie sieht denn das aus. Group pressure nennt sich das dann wohl im Fachjargon. Also gut, weiter. Dann doch raus und glücklicherweise noch gerade am Schicksal des Sir Edmund Hillary vorbeigeschrammt. Alle Zecherln noch dran. Wie schön. Und jetzt freue ich mich auf ein erholsames Wannenbad - zu Hause!

Ohne Worte

Man muss ja nicht immer reden. Das hat sich wahrscheinlich auch die Irmi gedacht. Die hat nämlich den Karli sitzen lassen - einfach so. Und jetzt sitze ich mit dem Karli gestern im Schanigarten und wer kommt daher - die Irmi.

Stöckelt in ihrem mausgrauen Oberlehrerinnenkostüm wortlos am Karli vorüber - im Schlepptau zur Gewandung passenden Oberlehrerimitator. Und plötzlich ein Pups, ein unüberhörbares Purgieren, ein ganz gewöhnlicher Furz aus den Untiefen der Unentspanntheit.

Shit happens und ich habe ja sowieso nie verstanden, was der Karli an der Frau findet!

Bubenspiele

Wenn einer will, was der andere hat, haben beide ein Problem. Und wenn der eine dann nicht hergibt, was der andere will, haben beide ein echtes Problem. Und wenn sich der eine dann holt, was der andere nicht hergeben will, haben plötzlich ganz viele ein ganz großes Problem. Nur weiter so, Georgie Boy!

Närrisch gut

Wenn eine Welt voller Kasperln zum Kostümball lädt, sind wir endlich in der Realität angelangt. Einen schönen Faschingdienstag!

Hoch wie nie

Der Himmel fällt uns auf den Kopf. Das wussten schon Asterix und seine Mannen. Und dank Cinemascope hat sich das bis ins 3. Jahrtausend vorgesprochen. Nur, dass aus der Fiktion jetzt Realität werden soll. So zumindest die Populärwissenschaft. Killerasteroide aus den Untiefen des Weltalls bedrohen unseren Heimatplaneten. Gemein aber auch, dieser intergalaktische Hinterhalt - so ganz ohne Vorwarnung.

Seltsam nur, dass die Gesteinsbrocken gerade dann auftauchen, wenn die Vogelgrippenpandemie samt medienwirksamer Leichenfunde ausbleibt, der Klimawandel trotz medialer Großoffensive keine flächendeckende Hysterie auslöst und auch sonst nicht wirklich viel passiert - hier auf Erden.

Dann bleibt nur mehr der Griff nach den Sternen. Der brachte schon immer Publicity. Alles Gute zum Geburtstag, Falco!




Wir wollen mitbestimmen und rufen für die Wiener Wahl 2010 Grüne Vorwahlen aus.