Monthly Archive for Oktober, 2007

Dokutainment

Kalte und verregnete Herbsttage laden zu sportlichen Aktivitäten à la Channel-Surfing ein und so tat man das dann auch recht ausdauernd Samstag Abend. Qualitätsprogramm, versteht sich und man hatte nicht ganz unmotiviert den Schwerpunkt in Tierprogrammen gesetzt.

3sat hatte da einiges zu bieten und geizte neben durchaus gestrengem Dokumentieren nicht mit einer ordentlichen Portion Humor. Denn wenn der Chef einer equiden Besamungsstation Herr Stecher heisst und sich im Beitrag als solcher am Telefon meldet, bekommt das Wort Lachnummer eine völlig neue Bedeutung.

BARON 2001 - 2007

… zur lieben Erinnerung …

Tango Argentino

Tanzen ist ja an sich schon eine Sache für sich. Tango dann nochmal eine Portion Extra. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass selbst versierte (Verbal)akrobaten an dieser Form der Körperbeherrschung zu scheitern drohen, gäbe es nicht die akustische Endlosschleife tibetanische Gebetsmühlen imitierender Tanzlehrerinnen und ihr Unermüdliches “1,2, swing, swing”.

Was der fast schelmische Swing allerdings beim südamerikanischen Streng-Tanz verloren hat, kann nicht wirklich schlüssig erklärt werden. Dafür weiß man seit gestern, dass in Tanzkreisen ein höflich-abstraktes “Center schließen” den Tanzpartner darauf hinweisen soll, das Bierbäuchlein ein wenig einzuziehen. Was die Herren dann auch wirklich taten und nun einer erfolgreichen Karriere bei den “Dancing Stars Paralympics” entgegenblicken dürfen.

Traumhaft

Da das Lebens- und Liebeskonzept der Interimsliebenden vor allem in dem Punkt schwächelt, dass man das Bettchen des Öfteren einzig und allein mit sich selbst zu teilen hat, ist es umso erfreulicher, wenn sich des Nächtens immer wieder gar wundersame Gesellen auf den einsam zelebrierten Federball verirren.

Und so führte einen Orpheus gestern sanften Schrittes zu einer doch recht außergewöhnlichen Begegnung mit dem seit früher Jugend aufs Tiefste verehrten Blixa Bargeld, der sich bester Laune in Gesellschaft eines nicht ganz unbekannten Alpenzoodirektors befand. Das war dann selbst in traumwandlerischem Zustand ein wenig too much, doch bevor man sich groß wundern konnte, hat auch schon der Wecker geläutet und “Aus der Traum”!

Im Dunkeln ist gut munkeln

Ursprünglich dachte man ja postpubertäre Schübe spätestens mit dem 30. Lebensjahr hinter sich gebracht zu haben, was sich allerdings recht schnell als Fehlannahme entpuppte. Und das, obwohl man mit den Jahren einen fast asketischen Lebenswandel an den Tag zu legen weiß, wären da bloß nicht die Nächte.

Und so quält einen auch jenseits der 35 an so manchem Sonn- Feier- oder Arbeitstag das körperliche Entgiftungsprozedere, welches mittlerweile ein Angebot an Nebenwirkungen vorzuweisen hat, welches selbst im schlimmsten Schüttelfrost noch erschaudern lässt. So schwört man dann in höchster Not allen nur erdenklichen lasterhaften und intoxikierenden Freizeitaktivitäten ab und weiß doch nur zu gut, dass auf jeden Tag auch wieder eine Nacht folgen wird. Nur bevor es soweit ist, gibt es erstmal einen kräftigen Schluck Kamillentee!




Wir wollen mitbestimmen und rufen für die Wiener Wahl 2010 Grüne Vorwahlen aus.