Etappe 7 amazon
die Schreiberlinge
… man will Autoren und Autorinnen der Studienreise nicht unerwähnt lassen … und an dieser Stelle auch auf die Publikationen der Bundeszentrale für politische Bildung verweisen …
macht Appetit auf Lesen
Etappe 6 Wien
breakbeats im magnetom
Nachdem man den Shoppingunfall bedingten Dickfuss gestern zuerst einmal in Richtung Arzt gehumpelt hat, stellt man sich einmal mehr die Frage, warum für die magnetresonante-Lärmmaschine noch niemand ein panikverminderndes Musikberieselungsprogramm erfunden hat. Denn trotz durchaus bemerkenswerter Breakbeats des Diagnosemonsters kommt nicht wirklich Tanzstimmung auf - da hätte aktuell wohl auch das Beinchen was dagegen. Anyway, auditiv ist hier auf alle Fälle noch viel drinnen bei der medizinisch-technischen-Gerätschaft. Die krankenhausphobische Patientin wäre mehr als glücklich.
Das ist man auf alle Fälle auch nach der doch positiven Diagnose zweier Bänderrisse ohne Bruch und dankt an dieser Stelle auch gleich Feldärtzin Dr. Schlabanowski für die perfekte Erstversorgung mit der Wundercreme aus der Naturapotheke. Der zarte Eau de Kampfer Geruch liegt zwar nach wie vor in der Luft, dafür befindet sich das Bein in Anbetracht der Verunfallung in einwandfreiem Zustand. Dies meinte auch der Herr Doktor, der dafür den Langstreckenflug mit Dickbein als weniger nachahmenswert empfand. Also wieder was gelernt. Mit Schwellungen wird ohne Stützstrumpf oder Thrombosenspritzlein nicht mehr geflogen. Was die Frage nahelegt, wie das ist, wenn den Herren der Schöpfung in luftiger Höhe was anschwillt?! Vielleicht auch pro forma spritzen, man kann ja nie wissen.
So, bevor einem hier jetzt das Thema entgleitet, noch kurz die Anmerkung, dass sich die Hummusnachwirkungen nicht nur nach wie vor in unbegründeten Straßenbahnfahrtenkichereien bemerkbar machen, sondern auch an einer vergrößerten Bauchfalte, die allerdings mehr als willkommen ist, wo ebendiese jetzt doch einmal täglich eigenhändig gepiekst wird.
Etappe 5 Tel Aviv
security guards in action
Während sich bereits seit den frühen Morgenstunden vor dem Hotel die wahren Langstreckenläufer über die 43,2km quälten, gab man sich selbst erstmal dem Vortragsmarathon hin, um danach in Richtung Sarona zur Templersiedlung aufzubrechen. Auf dem Hinweg wollte man auch kurz im Dizengoff-Center bei Body Shop vorbeischauen.
Man lag mehr als gut in der Zeit, hätte man sich nicht beim Ausgang des britischen Gutmenschkosmetikladens zur menschlichen Scud-missile verwandelt und in muslimischer Betstellung Richtung Essabteilung geflogen. Da lag man dann nämlich nicht länger gut in der Zeit, sondern als jammerndes Etwas am Boden. “Mein linker Fuß”, den glaubte man kurzfristig weggesprengt. War dann aber doch alles dran, nur man selbst fürs erste im Eck.

Doch kaum geflogen, kamen auch schon Security Guys & Girls und wussten mit Eiswürfeln und Geschenksbändern einen High-Fashion-Wickel anzulegen. So humpelte man sich dann doch noch rechtzeitig zum Gruppentreffpunkt und durch die ehemalige Templersiedlung und wusste dank eisbeutelschmelzendem Tropf-Humpel-Elefantendickfußes die Lacher auf seiner Seite. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen und zieht sich erstmal eisbebeutelt ins Hotelbettchen zurück.
Etappe 4 Westbank - Jerusalem
Sunburnt and culture-striken
Holocaust-Gedenktag samt Abstecher in die Westbank mit weiblichem Ozzy Osbourne Double aus dem Kibbutz, kilometerlange Nachtmärsche an der
Uferpromenade und die tägliche Vortragsflut führen bereits zu leichten
Ausfallserscheinungen, die sich vor allem in teeniehaften Lachkrämpfen äußern,
wenn Schweigen angesagt wäre. Man vermutet neben der allgemeinen Cerebral-und-überhaupt-Schwäche den übermäßigen, hummusbedingten Kichererbsenkonsum als Hauptursache dieser vortragstechnisch höchst unsensiblen Nebenwirkung. Da man aktuell auch eine UV-generierte Eigenhaut-Herdplatte am Dekolletée und dem Rücken mit sich herumschleppt, liegt auch die Diagnose “Sonnenstich” durchaus nahe.
Diese physischen wie psychischen Schwächeleien tun dem Speed, mit dem man sich hier durch Land und Leute bewegt, jedoch keinerlei Abbruch und so gab es heute zwischen Grabeskirche und Österreichischem Hospiz neuen Pilgergeschwindigkeitsrekord. “Via Dolorosa” mit Ausrufezeichen und wehendem Volantrock, da kriegen es selbst die hartgesottensten Marktschreier mit der Angst zu tun. Aber schließlich ist das Programm straff und die noch zu generierende Wissensmenge gehörig. Da gilt es auch im Devotionalien-Wunderland keine Zeit zu verlieren. Fest steht, dass man sich langsam aber sicher in der israelisch-palästinensischen Parteienlandschaft besser auskennt als in der heimischen Tagespolitik und doch scheint man noch immer nicht zu wissen, dass man sich einzuschmieren hat, wenn man mittags bei Bruthitze am Strand die zukünftige Frisbee-Olympiasiegerin gibt.
Suppenwürze