Im handlichen Pocketformat präsentiert sich das Buch “israel kurzgefasst” der Bundeszentrale für politische Bildung. Klein, aber fein, so lässt es sich am besten zusammenfassen. Gelingt es der Autorin Gisela Dachs doch in kurzen Texten, die politische, kulturelle, soziale wie ökonomische Vielschichtigkeit dieses Landes zu porträtieren.
Trotz der Kürze mit Liebe zum Detail und jenem Schuss an Hintergrundwissen, welcher dem Buch das gewisse Extra verleiht - dies sicherlich nicht zuletzt aufgrund der langjährigen Erfahrung Gisela Sachs´als Israel-Korrespondentin der ZEIT.
“israel kurzgefasst” liefert ein gelungenes Gesamtbild der israelischen Gesellschaft und der Agenden des Landes und bietet auch all jenen neue Einblicke, die meinen, über Israel schon alles gehört und gesehen, oder eben gelesen zu haben. Prädikat: lesenswert!
Bestelllink: http://www.bpb.de/publikationen/E48JUT,0,Israel_kurzgefasst.html

Am heutigen Word Intellectual Property Day der Hinweis auf die neue Ausgabe der Broschüre “Das Kapital der Kreativen” – DEM Ratgeber für Kreativschaffende, wenn es um das Thema Geistiges Eigentum geht…
Nach einem Besuch der Asian Village und weltumspannendem Herzschmerz in Universalove verbrachte man das Wochenende vornehmlich auf der Beagle, ging man doch zumindest lesetechnisch mit Herrn Darwin auf Forschungsreise. 38°C am Sonnendeck und solare Dauerbestrahlung passten hervorragend zu den Abenteuern zwischen den Wendekreise. Und so tauchte man ein in die Welt der Finken, Echsen und Panzertiere und wenn man mit der Sonnenanbetung so weitermacht, bruzelt man sich langsam aber sicher selbst zur Schildkröte. In Anbetracht der beachtlichen 176 Lenzer einer Harriet durchaus keine schlechte Aussicht.
Schlingensief im Fernsehen - damit hätte man jetzt auch nicht unbedingt gerechnet. Wobei, es traf sich gar nicht schlecht, hatte man sich am Wochenende doch sein neuestes Schriftstück zu Gemüte geführt. Schwere Kost, aber Krebs ist halt auch kein Kinderspiel. Und weil hier Vorbeugung quasi die Mutter der Anti-Böszellen-Entwicklung ist, hat man sich sicherheitshalber gleich mal zur Vorsorgeuntersuchung angemeldet, stellt sich fairerweise aber schon die Frage, ob da nicht vielleicht doch etwas zuviel an Hyperchondrie mit im Spiel ist. Dafür ist man sehr stolz auf den mittlerweile fast souveränen Umgang mit den gerissenen Bänderchens des linken Fußes. Seit vorgestern lässt sich wieder sowas wie ein Knöchel erkennen und man war sogar schon ein klein wenig mit dem Rad unterwegs.
Bei ebendieser Radtour wurde dann auch ein Tel-Aviv-Strand an den Gestaden des Donaukanals entdeckt. Nicht zwingend das lauschigste Plätzchen - es fehlt das Meer. Das hätte man mit dem Neusiedlersee zwar quasi vor der Nase, nur hat der “Kupplungs”fuß da noch was dagegegen - Autofahren geht also vorerst noch immer nicht - der See muss warten. Statt dessen wurde ausgiebig dem Cocooning gefrönt. Ist ja auch Jahrzehnte nach dem Popcorn-Report mehr als en vogue und wenn man sich dann auch noch unachtsam in Richtung Borat-Welt zappt höchst unterhaltsam.
Etappe 4 Westbank - Jerusalem
Sunburnt and culture-striken
Holocaust-Gedenktag samt Abstecher in die Westbank mit weiblichem Ozzy Osbourne Double aus dem Kibbutz, kilometerlange Nachtmärsche an der
Uferpromenade und die tägliche Vortragsflut führen bereits zu leichten
Ausfallserscheinungen, die sich vor allem in teeniehaften Lachkrämpfen äußern,
wenn Schweigen angesagt wäre. Man vermutet neben der allgemeinen Cerebral-und-überhaupt-Schwäche den übermäßigen, hummusbedingten Kichererbsenkonsum als Hauptursache dieser vortragstechnisch höchst unsensiblen Nebenwirkung. Da man aktuell auch eine UV-generierte Eigenhaut-Herdplatte am Dekolletée und dem Rücken mit sich herumschleppt, liegt auch die Diagnose “Sonnenstich” durchaus nahe.
Diese physischen wie psychischen Schwächeleien tun dem Speed, mit dem man sich hier durch Land und Leute bewegt, jedoch keinerlei Abbruch und so gab es heute zwischen Grabeskirche und Österreichischem Hospiz neuen Pilgergeschwindigkeitsrekord. “Via Dolorosa” mit Ausrufezeichen und wehendem Volantrock, da kriegen es selbst die hartgesottensten Marktschreier mit der Angst zu tun. Aber schließlich ist das Programm straff und die noch zu generierende Wissensmenge gehörig. Da gilt es auch im Devotionalien-Wunderland keine Zeit zu verlieren. Fest steht, dass man sich langsam aber sicher in der israelisch-palästinensischen Parteienlandschaft besser auskennt als in der heimischen Tagespolitik und doch scheint man noch immer nicht zu wissen, dass man sich einzuschmieren hat, wenn man mittags bei Bruthitze am Strand die zukünftige Frisbee-Olympiasiegerin gibt.
Suppenwürze