Ein Altherrenclub kämpft im Kino gerade vor allem gegen - das Alter. Und dies durchaus mit Grandezza und einer gehörigen Portion Selbstironie. Die Truppe rund um Silvester Stallone alias The Expendables wirkt wie eine Bayreuth entflohene Statistenrunde - allen voran the giant with a shotgun - Dolph Lundgren. Und Mickey Rourke - der ist sowieso nicht von dieser Welt - dafür oder geraden deshalb auch blähbauchtätowiert durchaus charmant anzusehen. Eines muss man den Herren lassen, trotz des einen oder anderen physiognomischen Ausfalls sind sie im wahrsten Sinne des Wortes recht gut in Schuss und haben vor allem eins - Humor!
Folgenden Wortwechsel will man der geschätzen Leser&innenschaft daher nicht vorenthalten:
Arnold Schwarzenegger: “How about dinner”
Silvester Stallone:“When”
Arnold:“In a thousand years!”
Silvester:” Too soon.”
Bruche Willis:“What´s his problem.”
Silvester:“He wants to become president!” LOL
Wenn die wahren Abenteuer wirklich im Kopf stattfinden, darf man sich getrost im heimeligen Ohrensessel niederlassen und sich der abenteuerlichen und vor allem mit köstlichst aberwitzigem Humor gespickten Lebensgeschichten der Herren Humboldt und Gauß beschäftigen, zumindest jenen Curricula Vitae, die Herr Kehlmann für die beiden erdacht hat. Im Eilzugtempo liest man sich durch Südamerika, die Weiten Russlands und vor allem das Denkkabinett zweier großer Geister und findet sich so des Nächtens auf Orpheus´ seltsamen Pfaden wandelnd, geradewegs in blütenweißer Küchenschürze auf einen doch recht überdimensionalen Kochtopf zusteuern - Stichwort: Schrumpfkopf.
Morgens wundert man sich dann doch etwas über diese, zumindest bis dato, gut verborgene Seite der eigenen Seelenunterwelt - soviel zur Verquickung von Abenteuer und Kopf.
Wer nun Lust auf mehr abenteuerliche Geschichten und ebensolche Träume hat, dem sei Daniel Kehlmann´s Die Vermessung der Welt wärmstens empfohlen. Auch als durchaus wirksame Gegenmaßnahme zur eigenen Schrumpfkopfisierung in Zeiten chronischen massenunterhaltungsmedialen Raubbaus an Intelligenzia & Co..
Emma´s Wecker läutet. Aufstehen. Sich und Kind schul- respektive arbeitsfertig machen. Den noch dösenden Geliebten zur Eile mahnen. Der will aber erst Streicheleinheiten. Will Emma auch, geht aber nicht. In 20 Minuten muss Philipp in der Schule sein. Also Kind ins Auto gepackt, den schmollenden Liebhaber ebenfalls. Der wird dann auf halbem Weg verabschiedet. Er bevorzugt Kaffee, Zeitung und U-Bahnfahrt zum Büro. Im Auto werden derweil Englisch Vokabeln abgefragt. Der Stau ist nicht anders als erwartet und Philipp gerade deshalb rechtzeitig in der Schule. Emma eine halbe Stunde und 20 Parkplatzsuchminuten später in der Redaktion. Und dort stellt sie sich nicht zum letzten Mal an diesem und noch kommenden Tagen die Frage, ob das Leben denn tatsächlich das Produkt des eigenen Wirkens ist.
Biggi ist zum Äußerln in den Wienerwald gefahren. Den Hund hat sie zu Hause vergessen. Kann passieren. Und weil ihr dann doch fad war, so allein im Wald, ist sie ins Wirtshaus gegegangen. Dort hat sie dann den Herrn Pfarrer getroffen und der hat ihr von der heiligen Quelle erzählt. Gleich in der Nähe. Also ist sie hin - zur Quelle - mit dem Herrn Pfarrer. Jetzt ist sie wieder daheim. Der Hund freut sich und der Herr Pfarrer auch - auf seinen Auftritt in der Talkshow. Den hat ihm die Biggi versprochen, weil die arbeitet dort. Er soll von der Quelle erzählen - der heiligen im Wald. Und dann wird die Biggi ihn - ganz spontan natürlich - fragen, was er macht, wenn´s bei ihm quillt. Wenn die Lust sich rührt. Ja, das wird dem Publikum gefallen, dem Herrn Pfarrer vielleicht nicht so, aber egal. Die Quote muss stimmen - that´s it.
Suppenwürze