Tag-Archiv für 3sat

Fernweh

Kaum wieder im Lande, entfacht 3sat mit dem “Pride of Africa” schwerstes Fernweh. Da das Geldbörserl aber aktuell mehr als leer und überhaupt, vielleicht auch wieder einmal der Erwerbstätigkeit nachgegangen werden sollte, wird man zu Kompensationszwecken vorerst die Märklin-Eisenbahn aus dem Keller holen. Tütüüüüüt!

Schlingensief goes TV

Schlingensief im Fernsehen - damit hätte man jetzt auch nicht unbedingt gerechnet. Wobei, es traf sich gar nicht schlecht, hatte man sich am Wochenende doch sein neuestes Schriftstück zu Gemüte geführt. Schwere Kost, aber Krebs ist halt auch kein Kinderspiel. Und weil hier Vorbeugung quasi die Mutter der Anti-Böszellen-Entwicklung ist, hat man sich sicherheitshalber gleich mal zur Vorsorgeuntersuchung angemeldet, stellt sich fairerweise aber schon die Frage, ob da nicht vielleicht doch etwas zuviel an Hyperchondrie mit im Spiel ist. Dafür ist man sehr stolz auf den mittlerweile fast souveränen Umgang mit den gerissenen Bänderchens des linken Fußes. Seit vorgestern lässt sich wieder sowas wie ein Knöchel erkennen und man war sogar schon ein klein wenig mit dem Rad unterwegs.

Bei ebendieser Radtour wurde dann auch ein Tel-Aviv-Strand an den Gestaden des Donaukanals entdeckt. Nicht zwingend das lauschigste Plätzchen - es fehlt das Meer. Das hätte man mit dem Neusiedlersee zwar quasi vor der Nase, nur hat der “Kupplungs”fuß da noch was dagegegen - Autofahren geht also vorerst noch immer nicht - der See muss warten. Statt dessen wurde ausgiebig dem Cocooning gefrönt. Ist ja auch Jahrzehnte nach dem Popcorn-Report mehr als en vogue und wenn man sich dann auch noch unachtsam in Richtung Borat-Welt zappt höchst unterhaltsam.

Dokutainment

Kalte und verregnete Herbsttage laden zu sportlichen Aktivitäten à la Channel-Surfing ein und so tat man das dann auch recht ausdauernd Samstag Abend. Qualitätsprogramm, versteht sich und man hatte nicht ganz unmotiviert den Schwerpunkt in Tierprogrammen gesetzt.

3sat hatte da einiges zu bieten und geizte neben durchaus gestrengem Dokumentieren nicht mit einer ordentlichen Portion Humor. Denn wenn der Chef einer equiden Besamungsstation Herr Stecher heisst und sich im Beitrag als solcher am Telefon meldet, bekommt das Wort Lachnummer eine völlig neue Bedeutung.

Abgründe

Trashig ging es Mittwoch Abend wieder einmal auf ATV zu und gegen das dort Dargebotene hatte der zeitgleich auf 3sat stattfindende Bobo-Spaziergang durch Wien keine Chance.

Denn wenn der Fernsehmüll in Verkleidung einer geburtstagsfeiernden Mausi Lugner daherkommt und sich visuell mit dem seit 40 Jahren ein-Bett-im-Kornfeld intonierenden Jürgen Drews samt riesenbebuster Ehefrau paart, hat das was von absurdem Theater. Und wie heisst es so treffend bei Beckett: “Der Mensch ist ein Abgrund - es schüttelt einen vor Gelächter, wenn man hinabsieht.




Wir wollen mitbestimmen und rufen für die Wiener Wahl 2010 Grüne Vorwahlen aus.