Es gibt nichts, was es nicht gibt. Was nun impliziert, dass die Schreiberin dieser Zeilen weiß, was es alles nicht gibt - zumindest im Bereich der Ratgeberliteratur. Hierfür scheint der diesbezügliche Beweis für den Austausch von Körperflüssigkeiten dank angeführter Publikation obsolet. Da bleibt dann nicht mehr viel Handlungsspielraum. Was auch die Herren in Rom freuen wird - gelebte Ökumene sozusagen. Gott sei Dank!
Unlängst mit P. unterwegs gewesen und anderen ein wenig beim Liebe machen zugesehen. Politisch höchst korrekt natürlich, weil “Kunst”film. Soweit, sogut. Doch da bot es sich an, auch gleich ein bißchen das Angebot an potentiellen Liebhabern zu gustieren.
Die im Film alle sehr passabel, aber halt nicht hetero. Wird wohl nichts.
P. berichtet von einem männlichen Alphatier - bitte, das hat er gesagt - in seinem Sportverein. Der Herr ist allerdings bereits vergeben. Na, das wird dann wohl auch nichts.
Dann eben doch Lokal/augenschein und eintauchen in das großstädtische Nachtleben. Alle sehen aus wie auf dem Weg zum Popstars Casting. Das wird dann wohl schon gar nichts.
P. hat die zündende Idee: tolle Männer gibt´s im Bioladen. Aha, interessant. Und das läuft dann wahrscheinlich so: deine Tofuwurst sieht aber lecker aus, darf ich probieren. Na dann. Guten Appetit!
Das Alte Mensch-Maschine-Dilemma entpuppt sich zunehmend als reines Dilemma des Menschen vor allem, wenn es sich um diesbezügliche Problematik hier im comalab dreht. Der PC - respektive der diesem innewohnende Geist - oder wer auch immer die Arbeit in dem ratternden Kasterl macht, ist ein schwieriger Zeitgenosse. Irgendwie hat´s da was mit der Kommunikation. Er - und ja, es ist ein ER, weil hier wirklich alle Geschlechtsstereotypen mit Bravour erfüllt werden - neigt zu emotionalen Überreaktionen, die zum Stillstand auf allen Ebenen führen. Koma eben - seinerseits, versteht sich.
Und das wegen Nichtigkeiten. Ein klitzekleines Zeichen falsch in die source getippt, eine winzige Unkorrektheit im link und schon gibt´s eine Krise - und was für eine.
Diese pingelige Überkorrektheit und Verwehrung gegen die kleinste Normabweichung bringt mich gelegentlich in die Versuchung, ihm faschistoides Verhalten vorzuwerfen. PC-Faschismus sozusagen. Die Folge: der kommunikative Supergau. So wie gestern zum Beispiel.
Ich grad voller Euphorie und Tatendrang und ihm fällt nichts besseres ein, als die Luken dicht zu machen. Da geht dann gar nichts mehr - Stillstand. Er verzieht sich in Richtung bits & bytes und schweigt, während ich kurz einmal alle Arten manisch psychischer Ausnahmezustände durchlaufe.
Erinnert alles ein wenig ans wirkliche Leben.
Schönen Valentinstag, meine Damen und Herren!
Suppenwürze