Galvanik

5. Juli 2007 | Von | Kategorie: Musikautomaten

Ein Konzert mit dem Gassenhauer schlechthin zu beginnen ist gewagt, doch durchaus ein Gewinn, wenn es die Baseline schafft, den Tanzbeinen auch die verbleibenden neunzig Minuten den Gar aus zu machen und dabei Erinnerungen an die Wildheit sich schlängelnder Kabelstränge einer Fura dels Baus Performance wach zu rufen.

Und so hüpfte man gestern Abend in der temperaturmäßig frostigen Arena gummibestiefelt und windzerzaust zur Konservenmusik der Chemical Brothers und fand sich im Geiste alsbald in seinen Mid-Twenties. Life ist sweet und eine Verjüngungskur oftmals nur eine Frage der Einstellung. Die hat an diesem Abend gepasst, auch mischpulttechnisch, und die pulsierenden Visuals taten ihr Übriges.

Panzer im Sucher des Spähers, rote Ameisen, die eine Bildschirminvasion versuchen, doch an der animierten Roboterarmee scheitern, dazwischen Skizzen von Gotteshäusern und ein wenig Psychedelik in Großaufnahme, gefolgt von überdosierten Laserkanonaden in blau und grün vor einem apokalyptisch gefärbten Himmelsabendrot.

Love is all und Musik gelegentlich fast ein wenig schöner, aber das ist eine andere Geschichte.

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