Rettungsversuche

18. April 2007 | Von | Kategorie: Blickwinkel

Die einen haben sich die Rettung des Weltklimas und der Umwelt auf die Fahnen geheftet, die anderen schreien SOS, weil sie um den Fortbestand der volkseigenen Kultur und Sprache fürchten und dann gibt es noch jene, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die ganze Menschheit zu retten. Genau genommen müsste diese allerdings eher vor den selbsternannten Rettern geschützt werden und da macht es wenig Unterschied, ob es diese aus der Politik, Religion oder sonstigen heilsversprechenden Brutstätten an die Oberfläche der öffentlichen Wahrnehmung geschafft haben.

Da scheint es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich gerade im Land der selbsternannten Weltrettungsbrigarde ein Student die Menschheitsrettung so sehr zu Herzen genommen hat, dass er in einem beispiellosen Akt der Selbstlosigkeit nicht nur sich, sondern auch gleich mehrere Dutzend seiner Kommilitonen vom Übel der Welt und seinem Ekel befreit hat. Das nennt man dann wohl über das Ziel hinausschießende Nächstenliebe und man fragt sich nicht ohne Grund, warum sich bisher noch kein Retter des Zukunftsoptimimus gefunden hat. Aber damit lassen sich dann halt keine Schlagzeilen machen.

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