Inselleben

15. Mai 2008 | Von | Kategorie: Das philosophische Menuett

Sommer, Sonne, Sonnenschein und schon fand man sich in weinseeliger Laune auf der Insel wieder. Dass es sich bei dieser um die DONAUinsel handelte, machte das eigene Erstaunen groß und dieses wurde umso größer als der kleine Ausflug nach Transdanubien mit einem Ausflug zum Eröffnungsspektakel der EM08-zu-verdankenden-U2-Verlängerung gekrönt wurde. Schließlich war ganz ursprünglich der Herr Barney in der Kunsthalle geplant, doch nach Anrufen von auf der Suche nach talkshow-kompatiblen Fernsehmenschen seienden Freundinnen muss das Kulturprogramm einfach dem Anlass entsprechend adaptiert werden und dieser war dann doch sehr boulevardlastig. Wobei der Boulevard vielleicht ja auch das wahre Terrain gehypter Aktionskünstler ist, zur Beurteilung dessen, müsste man es nur endlich zu Drawing Restraints schaffen.

Vorerst gab man – wenn auch höchst unerwartet – aufgeblasenen Testosteronungeheuern mit abziehbilderübersäten Unterarmen den Vorzug und kann davon ausgehen, dass es bei diesen Herren noch mehr zu staunen gibt. Fürs kaffeetratschige Nachmittagsfernsehen langen die gegebenen Ein- und Aussichten allemal und man war sehr zufrieden mit der Ausbeute. Die Herren selbst allerdings leider nicht, die würden wenn, dann schon eher das nachbarstaatlichen Privat-TV präferieren und sich selbst gerne ein wenig mit weiblichen Silikon-Luftballons dekoriert sehen. Gut, dann halt keine große ORF2 Karriere und weiter den Ordnungsjungen spielen. Die Fernsehfreundin wurde schließlich doch noch fündig und man selbst freute sich, dass die vom katzenjammernden Starmaniacs Auftritt strapazierten Ohren und sozialvoyeuristisch überforderten Augen ganz schnell wieder in die U-Bahn gepackt und in heimatliche Gefilde transportiert werden konnten. Ohrentechnisch 1A, was die soziale Ästhetik anbelangt nach wie vor fragwürdig. Vielleicht doch wieder auf die Insel – nur diesmal ein wenig weiter südlich und idealer Weise unbewohnt.

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