Propaganda

15. März 2007 | Von | Kategorie: Blickwinkel

Während sich in der österreichischen Lulupartei die Buben noch streiten, wer denn nun wirklich der Böse sei, hat die Achse des selbigen wieder ein Gesicht bekommen. Und das zu einem nicht gerade ungünstigen Zeitpunkt. Begann man doch vor allem auch jenseits des großen Teiches an so mancher Anti-Terror-Intervention bereits zu zweifeln. Und vor allem kamen über die Jahre die üblichen Verdächtigen abhanden. Der eine reitet – vielleicht schon als Geist – seit längerem unerkannt durchs Land, der andere verstarb kürzlich an einer letalen Krawattenbindung und der Herr im Osten zieht mittlerweile die private Pornosammlung der atomaren Aufrüstung vor. Doch einer saß offensichtlich jahrelang von der Weltöffentlichkeit völlig unbemerkt in der sonnigen Karibik und gab sich bedeckt. In der Halliburton´schen Verwahrungskiste wohl kaum aufgrund der Sonne. Jetzt aber hat er geplaudert. So Böse, das gab´s noch nie. Nicht einmal bei den Gebrüdern Grimm und die hatten Geschichten technisch in Bezug auf das Böse schon viel drauf. Aber jener, der den Namen des Propheten trägt, weist sie alle in die Schranken. Vom Papst bis zum Präsidenten, von gebäudetechnischen Ikonen der westlichen Zivilisation bis zum Kindergartenkind. Sie alle will er im Visier gehabt haben. Alle standen auf seiner Abschussliste. Hat er erzählt. Die Behandlung wird entsprechend gewesen sein. Das Ergebnis auch. Die Welt atmet auf. Das Böse hat wieder ein Gesicht, einen Namen. Die Bedrohung lebt und damit die Berechtigung für weitere Interventionen, wegen der Hintermänner. Versteht sich. Eines muss man der Weltpolizei lassen. Von Öffentlichkeitsarbeit versteht sie was.

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Ein Kommentar auf "Propaganda"

  1. avatar chr says:

    …und angeblich ist er auf einem Besen fliegend der Karibikinsel entflohen!

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