Lust

6. August 2007 | Von | Kategorie: Blickwinkel

Inkonsequenz führt nicht nur zu höchst vortrefflichem Fleischgenuss und lässt zeitweilig den nikotinergen Synapsenchor samt Verwandtschaft jubilieren, nein, auch das Lesevergnügen wird noch köstlicher, wenn man sich Mittwoch abends entgegen aller Vorsichtsmaßnahmen dem moderationstechnischen Horrorkabinett eines Extrazimmers aussetzt und ganz unerwartet auf eine wahre literarische Perle trifft.

Berlin, what else und nach wie vor spritzig und frech. Diesmal in Person des Fräuleins von Schirach mit streng-frisiertem französischem Zopf ganz themenkonform. Denn wenn es um die Irrungen und Wirrungen geht, hat sich seit Herrn Fontane nicht wirklich viel geändert und das liest sich auch heute noch ganz vortrefflich. Speziell in Form des gepflegten Narzissmus der großstädtischen Intelligentia. Da geraten selbst Eisprinzessinnen ins Schmelzen.

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